Wirbelfehlstellungen und Dornmethode

Wie Wirbelfehlstellungen (Wirbelverschiebungen) korrigiert werden, lernen Sie in der Ausbildung Dornmethode und Breussmassage im Institut für Reflexzonentherapie in Kelkheim/Frankfurt.
Jeder Körperbereich und jedes Organ wird von Rückenmarksnerven (Spinalnerven) gesteuert und versorgt. Rückenmarksnerven sind sozusagen das „verlängerte Gehirn“. Sie steuern ein komplettes Rückenmarkssegment mit allen zugehörigen Geweben und Organen, also Muskeln, Sehnen, Bändern, Bindegewebe, Blut, Lymphe, Organen, usw. Die Reizleitung und die Funktion eines Spinalnervs können durch einen verschobenen Wirbel gestört werden. Diese Wirbelfehlstellung führt dann zur Unterversorgung des zugehörigen Nervensegments. Eine Nervenirritation kann unterschiedliche Krankheitsbilder zur Folge haben, je nachdem welcher Nerv betroffen ist.
Wie kann es zu einer Wirbelverschiebung kommen? Ursachen von Wirbelverschiebungen:
– Fehlbelastungen (Arbeit am PC, einseitige Tätigkeiten)

Fehlhaltungen (falsches Sitzen, Heben oder Tragen)

– Beckenschiefstand

Bewegungsmangel

– Kälte und Zug

– Entzündungen

– Unfall, Sturz oder Verletzung

– Muskel-, Sehnen- und Bänderbeschwerden

– Erkrankungen von Organen (z.B. führt eine Blasenentzündung häufig zu einer Verschiebung des 3. Lendenwirbels)

– Intensive Überanstrengung (Gartenarbeit, Sport, handwerkliche Tätigkeiten, Umzug, usw.)

Stress und seelische Belastungen (z.B. Depressionen)

– Schlafplatzstörungen (Matratze, Kissen, Wasseradern, Strahlenbelastung)

Welche Beschwerden können durch Wirbelfehlstellungen entstehen?
Ischialgie (bei Verschiebung von Lendenwirbeln und Kreuzbein)
Kopfschmerzen (meist Verschiebung von Halswirbeln, aber auch von Brustwirbeln, wie z.B. TH 4, Gallenblasenwirbel)
Hüft-, Knie- (oft Verschiebung des 3. Lendenwirbels) und Fußbeschwerden (meist Verschiebung von Kreuzbein und 5. Lendenwirbel)
Nacken- und Schulterschmerzen
– Atembeschwerden, z.B. Atemnot, Husten (oft Verschiebung des 3. Brustwirbels)
Herz- und Kreislaufprobleme, z.B. Schwindel , Herzrasen (oft Verschiebung des 2. Brustwirbels)
– Schmerzen, Durchblutungsstörungen, Krämpfe, Taubheitsgefühle, Neuralgien.
– Hör- und Sehstörungen (Verschiebung des 3. bzw. 2. Halswirbels)
– Beschwerden in den Bereichen Verdauung (z.B. Verstopfung), Ausscheidung (z.B. Reizblase), Immunsystem (Allergien), Hormonsystem  (z.B. Schilddrüsenstörung)                                                                                                                                                                              – Bandscheibenvorfälle (verschobene Wirbel begünstigen einen Bandscheibenvorfall)
– und vieles mehr!                                                                                                                                                                                                                              siehe  Liste der Wirbelfehlstellungen   und   Anwendungsmöglichkeiten für die Dornmethode

Bei allen Erkrankungen sollte man an die Wirbelsäule denken und an die Möglichkeit verschobener Wirbel!
Wie werden Wirbelfehlstellungen mit der Dornmethode korrigiert?
Wirbelfehlstellungen können häufig mit der Wirbelsäulentherapie nach Dorn und Breuss korrigiert werden. Die Dornmethode (auch Wirbelsäulentherapie nach Dorn oder Dorntherapie genannt) ist eine einfache, sanfte gefühlvolle Methode zur Behandlung vieler Erkrankungen, die mit der Wirbelsäule und den Gelenken zusammenhängen. Die Wirbelkorrektur nach der Dornmethode ist keine Chiropraktik! Nach Dorn und Breuss gibt es keine plötzlichen und ruckartigen Bewegungen an den Wirbeln des Klienten. Der Klient ist immer aktiv an der Behandlung und am Heilungsprozess beteiligt.
Vor der Dornmethode wird in der Regel die vitalisierende Wirbelsäulenmassage nach Breuss durchgeführt. Die Breuss-Massage ist eine sanfte, energetische Rückenmassage mit Johanniskrautöl, die seelische und körperliche Verspannungen löst und die Regeneration von unterversorgten Bandscheiben unterstützt. Sie ist die ideale Vorbereitung für die darauffolgende Korrektur der Wirbelfehlstellungen.
Wenn der Dornbehandler verschobene Wirbel erfühlt hat, kann er sie mit Daumen- oder Fingerdruck richtigstellen. Meist arbeitet der Behandler vom Steißbein bis zum 8. Brustwirbel am stehenden Klienten, vom 8. Brustwirbel bis zum obersten Halswirbel (Atlas) am sitzenden Klienten. Nach leichtem Einölen der Wirbelsäule gleiten die Daumen oder Zeigefinger des Behandlers rechts und links neben den Dornfortsätzen der Wirbel vom Steißbein bis zum Hals nach oben. Der geübte Dornanwender spürt dabei jede Fehlstellung der Wirbel. Durch sanften bis stärkeren, seitlichen Druck gegen den verschobenen Dornfortsatz wird die Fehlstellung korrigiert. Der Klient pendelt während der Korrektur vom Steiß bis zum 8. Brustwirbel mit dem gegenüberliegenden Bein, bei der Richtigstellung der restlichen Brustwirbel mit dem gegenüberliegenden Arm. Bei der Behandlung der Halswirbel schüttelt der Klient mit leichten Links-/Rechts-Bewegungen den Kopf während der Behandler sanft gegen die verschobenen Halswirbel drückt. Oft sind schon unmittelbar nach der Wirbelkorrektur Schmerzen oder andere Symptome verschwunden oder gelindert. Manchmal genügt eine Behandlung nach Dorn und Breuss, um Wirbelfehlstellungen zu beheben, bei länger bestehenden Wirbelverschiebungen und starken Muskelverspannungen sind meist mehrere Behandlungen notwendig, bis der Klient sich wieder richtig wohlfühlt. Wesentlich zum Therapieerfolg tragen die Selbsthilfeübungen der Dornmethode bei, die jeder Klient gezeigt bekommt, mit der Empfehlung sie täglich zu machen, um Beschwerden zu lindern und auch als Vorbeugung.

Wer die Ausbildung Dornmethode und Breussmassage absolviert hat, kann Wirbelverschiebungen ertasten und korrigieren. Weitere Infos erhalten Sie hier: Ausbildung Wirbelsäulentherapie nach Dorn und Breuss